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Mittwoch, 30. Juni 2021

Åmmeberg

Heute kommt der Blog schon recht früh, weil ich nicht weiß, wie lange unser Datenvolumen noch durchhält. Wir mussten das in den letzten Tagen echt einteilen, weil die 7 GB langsam zu Ende gehen, aber in der kommenden Nacht um 00.00 Uhr ist ja alles wieder auf Anfang.

Wir bleiben heute an unserem Åmmelången-See stehen. Es ist hier einfach zu ruhig und zu schön und wir haben noch Zeit.

Gestern Abend hat C. zum wiederholten Male steif und fest behauptet, dass der Himmel später noch zu brennen anfängt.

Also saßen wir da und haben gewartet und den Sonnenuntergang in allen Stadien fotografiert.

So viel vorab.

Es war mal wieder nichts mit "brennen". Der Sonnenuntergang war zwar schön aber für einen komplett roten Himmel reichte es nicht.

Ach ja, und hier noch der "Wasserfall", der neben unserem Auto in den See fliest. Da gab es gestern schon eine Beschwerde, warum davon kein Bild im Blog ist.

Die Sonnenuntergänge ziehen sich hier endlos. Die Sonne steht ein paar Zentimeter über dem Horizont und zu Hause wäre sie 5 Minuten später weg. Hier läuft sie mehr oder weniger waagerecht am Horizont entlang und so wurde es fast 23 Uhr, bis sie langsam mal verschwand.

Und wie man sieht, ein bisschen rot aber halt nicht der gewünschte Vollbrand.

Das muss jetzt auch noch rein.

Unser Spiritus ist ausgegangen und wir haben in den Supermärkten nach Ersatz gesucht. Im ersten Supermarkt haben wir diese Flasche nach ausgiebiger Beratung bekommen, nennt sich "Spisbränsle" und ist wohl Bioethanol, wobei nirgends ein Reinheitsgehalt draufsteht. Hübsch farbige Flüssigkeit und kein Kindersicherheitsverschluss.




 Im 2. Supermarkt hatten sie dann von der gleichen Marke auch noch den "Rödsprit" in Pink gefunden. Da wir zu Hause schon einmal vorsorglich gegoogelt hatten, was Spiritus auf schwedisch heißt, haben wir den auch noch mitgenommen, weil der als Spiritusersatz empfohlen wurde. Vom Reinheitsgehalt und der genauen Zusammensetzung steht da auch nichts drauf aber es brennt. Es riecht aber nicht nach Spiritus sondern eher so, als wenn man an einer Straßenbaustelle vorbeifährt, an der gerade frisch geteert wird. So riecht allerdings nur der Topfboden, das Zeug selbst riecht fast gar nicht.


Den Spisbränsle oben auf dem Bild haben wir noch nicht getestet, vermutlich brennt der aber genauso.
 




Im Moment wölkt es hier ziemlich und es geht ein heftiger Wind. 
Vor unserem Auto sitzt dieser hübsche Vogel, von dem wir noch nicht wissen, was es ist, fast den ganzen Tag über auf seinem Stein im Wasser und pfeift uns was.


Dienstag, 29. Juni 2021

Röa Broa- Åmmeberg


Als Startbild noch einmal ein Bild von unserem gestrigen Übernachtungsplatz. Bei dem schönen Wetter hatten wir heute Morgen so gar keine rechte Lust, da wegzufahren, haben uns dann aber irgendwann aufgerafft.

Wir wollten eigentlich Askersund, das an der Nordspitze des Sees liegt, umfahren. Da es aber gestern kein vernünftiges Fleisch in den Läden gab haben wir beschlossen, kurz zum Einkaufen doch in die Stadt zu fahren.

Wir waren dann überrascht, wie hübsch das Städtchen ist. Natürlich sehr touristisch und mit unzähligen Wohnmobilen aber durchaus sehenswert.
Wir sind da über eine Stunde durch den Ort gelaufen und haben uns alles angeschaut. 

Die Kirche am Ortseingang (eine von 3) ist schon sehr imposant und auch innen sehr schön.


Im Städtchen gibt es viele alte Häuser, die sehr schön sind.




Bis wir dann eingekauft hatten, war es schon wieder um die Mittagszeit.
Aus Askersund raus gibt es eine große Straße aber da geht den Punk ab. LKW an LKW und da wollten wir nicht in der Kolonne mitfahren.
Wir hatten vorher schon eine Hintenrumstrecke rausgesucht die uns über die 590 nach Åmmeberg führte. 

Da gab es früher eine große Zinkmine und die ist möglicherweise in der Umgebung auch noch aktiv und hier stehen etliche Andenken an die Minenzeit herum.


Wenige Kilometer hinter Åmmeberg kam dann auf unserem geplanten Weg nach Motala ein Abzweig mit einem Blümchen, das Zeichen für eine Sehenswürdigkeit. Wir sind da mal abgebogen und haben das Blümchen allerdings irgendwie verfehlt. Manchmal ist es aber gar nicht schlecht, wenn man sich verfranst, weil wir diesen schönen Platz am See im Vorbeifahren gesehen haben. So kam es, dass wir schon gegen 13 Uhr mit der für unsere Verhältnisse sagenhaften Tageskilometerleistung von 32km hier unseren Übernachtungsplatz aufgeschlagen haben.
C. rannte mit dem Foto rum und fotografierte die Bestien, die da rumliefen.

Wenn man so ein hübsches Plätzchen ganz für sich alleine hat macht es einfach keinen Sinn, weiter rumzufahren und dann in 1 Stunde wieder mühsam etwas zu suchen.


C. meinte beim Kochen, dass sie diesen Ausblick zu Hause auch gerne vom Küchenfenster aus hätte.

Jetzt schauen wir mal, wie weit wir morgen kommen.
 

Montag, 28. Juni 2021

Breviks Camping-Röa Broa

Wie gestern Morgen war es auch heute bis ca.10 Uhr richtig grau, bevor dann diee Sonne rauskam.

Wir sind zunächst nach Karlsborg gefahren, weil wir dringend unsere Vorräte inkl. Traubensaft auffüllen mussten.

In Karlsborg gibt es diese riesige Festung, die noch heute ein Militärstandort ist. Man kann aber darin fast überall rumstiefeln.






Da Karlsborg links und rechts von Wasser umgeben ist und auf einer schmalen Landzunge liegt, gibt es nur die große E49, die man da fahren kann. Um von dieser Hauptstraße wegzukommen, sind wir kurz hinter Karlsborg auf die 202 in Richtung Forsvik abgebogen und haben dort noch einen kurzen Abstecher zum Gota-Kanal gemacht.

Direkt am Kanal liegt die Forsvik-Brug, eine alte Mühle mit etlichen Gebäuden, ausgebaut als Heimatmuseum.






Da standen auch diese hübschen Stühle. Wenn also mal jemand nicht weiß, was er mit seinen alten Heizkörpern machen soll. Hier ist die Lösung.



Der Gota-Kanal wird rege von Freizeitskippern genutzt, die durch die vielen Schleusen fahren. Er ist an der Stelle recht schmal. 

Alleine in dieser Schleuse beträgt der Höhenunterschied über 2 Meter.



Es ging dann weiter in Richtung Askersund, also wieder mal nach Norden. Wir haben einfach bis zur gebuchten Fährüberfahrt noch genug Zeit und wollen nicht gleich ganz in den Süden fahren und dann dort tagelang rumdümpeln.
Da wir durch die Besichtigungen und den Einkauf schon einige Zeit unterwegs waren, haben wir uns bereits auf halben Weg nach Askersund für diesen Waldparkplatz als Übernachtungsplatz entschieden.

Als wir ankamen, waren da etliche Autos, alles Wanderer. Zwischenzeitlich sind alle verschwunden und wir sind alleine da.




Hier gibt es am See wunderschöne Seerosen und Wildblumen und dann noch diese 2 Vögel, die ihr auf dem bild und dem nächsten seht. Die haben ihr Nest auf einem Balken an der Infotafel, die oben abgebildet ist und jetzt führen sie uns jeden Wurm und jede Libelle vor, bevor sie sie reintragen.

 Vermutlich soll das eher heißen, dass wir hier im Weg sind, aber das ignorieren wir jetzt einfach.